Länderinformation Südafrika

 INDEX
Steckbrief
Reiseziel Südafrika
Landeskunde Südafrika
(Glossar)
 STECKBRIEF
Fläche
1,219.912 Quadratkilometer
Einwohner
49,05 Millionen (2009)
Hauptstadt
Pretoria (1,9 Million Einwohner 2005)
Amtssprachen
Zulu 23,8%, Xhosa 17,6%, Afrikaans 13,3%, Pedi 9,4%, Englisch 8,2%, Setswana 8,2%, Nord-/Südsotho 7,9%, Tsonga 4,2%, Swati, Venda and Ndebele
BIP je Einwohner (kaufkraftbereinigt)
10.000 US-$ (2008)
Bevölkerungswachstum
0,28 Prozent (2009)
Lebenserwartung
49 Jahre (2009)
Säuglingssterblichkeit
44,4 pro 1 000 Lebendgeburten (2009)
Analphabetenrate
13,6 % (2003)
 REISEZIEL SÜDAFRIKA

Tourismus
Mit dem Ende der Apartheid hat in Südafrika ein Reiseboom eingesetzt, der den Tourismus zur wichtigsten Devisenquelle des Landes macht. Die Einnahmen aus dem Tourismussektor sind unverzichtbar geworden, um die wirtschaftlichen Probleme des Landes zu lösen. Ein wichtiges Jahr für den südafrikanischen Tourismus könnte 2010 werden, wenn die Fußballweltmeisterschaft viele Fans aus aller Welt anziehen wird und sich das Land der ganzen Welt präsentieren kann. Laut UNWTO wurden im Jahr 2005 rund 5,9 Milliarden Euro bei rund 7,5 Millionen Gästen im Tourismus umgesetzt. 
Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus
Die Öffnung des Landes nach dem Ende der Apartheid und der expandierende Tourismus haben zusammen mit anderen Faktoren zu einem Ausbau der Vergnügungsinfrastruktur geführt. Damit einher ging eine Zunahme von Prostitution und Menschenhandel. Die Prostitution wird durch die Verarmung großer Bevölkerungsteile noch begünstigt: Besonders die Straßenkinder in den Städten sind von Entführung und anschließender kommerzieller sexueller Ausbeutung bedroht. Manche fallen in ihrer Not auf die Versprechen der Menschenhändler herein, die ihnen gut bezahlte Jobs anbieten. Neben der kommerziellen sexuellen Ausbeutung sind auch die Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern in ihren eigenen Familien bekannter geworden. Studien zufolge wird durchschnittlich jedes dritte Mädchen Opfer sexuellen Missbrauchs, circa 28.000 Kinder sind kommerzieller sexueller Ausbeutung ausgesetzt. Beide Entwicklungen stehen außerdem im Zusammenhang mit der Angst vor AIDS.
Durch die steigenden Fälle von Prostitution hat auch der Menschenhandel zugenommen, der mittlerweile ‚mafiöse’ Strukturen angenommen hat. Immer häufiger werden Frauen und Kinder aus Nachbarstaaten, aber auch aus anderen Regionen der Welt nach Südafrika verschleppt und an Zuhälter verkauft.
Südafrika hat am 16. Juni 1995 die UN Konvention über die Rechte des Kindes ratifiziert und sich verpflichtet, Kinder vor allen Formen sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs zu schützen. 
HIV/ Aids
Im Jahr 2007 waren nach Schätzungen von UNAIDS und der World Health Organization 5,7 Millionen Menschen in Südafrika mit HIV infiziert, darunter 3,2 Millionen Frauen und 280.000 Kinder. Im selben Jahr starben 350.000 Südafrikaner an den Folgen von HIV. Damit ist Aids die häufigste Todesursache in dem südafrikanischen Staat.
Es sind etwa 13 Prozent der gesamten Bevölkerung infiziert (18,1 Prozent der 15-49jährigen). Doch erst seit einigen Jahren wird das Problem von der südafrikanischen Regierung angemessen thematisiert. Das südliche Afrika gilt als die Region mit den höchsten Prävalenzraten der Welt.
Sowohl unter Männern als auch Frauen herrscht häufig der Aberglaube, dass sich Kinder weniger leicht mit HIV infizieren und dass der Geschlechtsverkehr mit jungfräulichen Kindern reinigende und heilende Wirkungen habe. Außerdem ist sexuelle Gewalt stark verbreitet. 
Kontakte vor Ort
Terre des Hommes - Co-ordination South Africa and Namibia
Mr. Mafata Mogodi
P.O.Box 2428
Saxonwold 2132
Johannesburg, South Africa
7th Floor; Heerengracht
87, De Korte Street
Braamfontein 2017
Phone + 27 11 403 8570
Fax: + 27 11 403 8571
Email: tdh-sa@iafrica.com
SASPCAN
(South African Society for the Prevention of Child Abuse and Neglect)
Postnet Suite 141 Private Bag X7
Parkview Gauteng 2122, South Africa
Phone: +27 11 481 5145
Fax: +27 33 3942080
Email: 092sasp@chiron.wits.ac.za
Child Abuse Treatment and Training Services
41 Fox Street
Johannesburg, South Africa
Phone: +27 11 298 8500
Fax: +27 11 298 8590
Email: cattservice@jhbchildwelfare.org.za
Website: http://www.jhbchildwelfare.org.za
 LANDESKUNDE SÜDAFRIKA
Staat und Gesellschaft
Südafrika ist eine Parlamentarische Republik mit präsidialem Regierungssystem. Staatsoberhaupt und Regierungschef ist der von der Nationalversammlung gewählte Staatspräsident. Die Legislative liegt beim Zweikammerparlament, bestehend aus Nationalversammlung und Nationalrat. Auf der Basis freier Wahlen übernahm am 27. April der African National Congress ANC mit Nelson Mandela an der Spitze die Regierungsverantwortung. Seit 1999 ist Thabo Mbeki (ANC) Staatsoberhaupt und Regierungschef Südafrikas.
Südafrika ist ein Land im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbruch. Erst 1994 endete mit der Abschaffung der Apartheid die weiße Vorherrschaft. Die neue Verfassung, die als weltweit liberalste gilt, trat 1997 in Kraft.
Die Folgen der Apartheid sind jedoch noch nicht überwunden. Etwa die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze, 2,3 Millionen Schwarze sind unterernährt. Im Jahr 2000 konnte der durchschnittliche weiße Haushalt über das sechsfache Einkommen des durchschnittlichen schwarzen Haushaltes verfügen. Und auch an der Landverteilung zugunsten der Weißen hat sich noch nichts geändert.
Die Kriminalitätsrate ist rapide gestiegen und die Umorientierung der südafrikanischen Polizei von einem autoritären zu einem demokratischen System gestaltet sich als schwierig.
Die Bevölkerung Südafrikas setzt sich aus vier Gruppen zusammen: drei Viertel sind Schwarze (überwiegend Bantu), 13,6 Prozent Weiße, 8,6 Prozent Coloureds und 2,6 Prozent Asiaten. 92 Prozent der Weißen und 74 Prozent der Farbigen sind Christen. Zwei Drittel der Asiaten gehören dem Hinduismus an. 
Wirtschaft
Südafrika ist das am stärksten industrialisierte Land Afrikas mit einer gut ausgebauten Infrastruktur. Die Industrie ist exportorientiert, durch Bewässerungssysteme arbeitet die Landwirtschaft sehr ertragreich. Südafrika zählt zu den bedeutendsten Wollproduzenten der Welt. Dennoch sind etwa 40 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung arbeitslos. 
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