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Steckbrief

Reiseziel Namibia

Landeskunde Namibia

(Glossar)

 


STECKBRIEF

Fläche

825.418 Quadratkilometer

Einwohner

2,11 Millionen (Juli 2009)

Hauptstadt

Windhoek (240.000 Einwohner 2006)

Landessprachen

Englisch (weitere Sprachen: Afrikaans 60% und Deutsch)

BIP je Einwohner (kaufkraftbereinigt)

5.400 US$ (2008)

Bevölkerungswachstum

1 Prozent (2009)

Lebenserwartung

51,2 Jahre (Männer: 51,6 Jahre, Frauen: 50,9 Jahre) (2009)

Säuglingssterblichkeit

45,5 pro 1 000 Lebendgeburten (2009)

Analphabetenrate

15 % (2007)

 


REISEZIEL NAMIBIA

Tourismus

Der Tourismussektor in Namibia wächst und ist zu einer wichtigen Devisenquelle des Landes geworden. Die Einnahmen aus dem Tourismussektor sind unverzichtbar geworden, um die wirtschaftlichen Probleme des Landes zu lösen. Laut UNWTO wurden im Jahr 2005 rund 279 Millionen Euro im Tourismus umgesetzt. Im Jahr 2003 kamen rund 695 000 Gäste ins Land. Aus Europa wurden über 15 Prozent mehr Touristen gezählt. Massen- und Individualtouristen kommen zu je einem Drittel aus Angola und Südafrika, 8 Prozent kommen aus Deutschland, 2,5 Prozent aus Großbritannien. Hauptanziehungspunkt ist das vielfältige Tierleben Namibias.


 

Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

Der expandierende Tourismus hat zusammen mit anderen Faktoren zu einem Ausbau der Vergnügungsinfrastruktur geführt. Damit einher ging eine Zunahme der Fälle von Prostitution und Menschenhandel. Die Prostitution wird durch die Verarmung großer Bevölkerungsteile noch begünstigt. Manche Kinder fallen in ihrer Not auf die Versprechungen der Menschenhändler herein, die ihnen gutbezahlte Jobs anbieten, sie jedoch sexuell ausbeuten. Studien zeigen, dass das Ausmaß der Kinderprostitution, des organisierten Kinderhandels und des Missbrauchs im familiären Umfeld bisher unterschätzt wurden. Nach diesen Studien wird jedes dritte Mädchen und jeder fünfte Junge in Namibia vor Erreichen des 18. Lebensjahres sexuell missbraucht. Die Angst vor einer HIV-Infektion spielt dabei eine Rolle. Sowohl unter Männern als auch Frauen herrscht zunehmend der Aberglaube, dass sich Kinder weniger leicht mit dem HIV infizierten und dass der Geschlechtsverkehr mit jungfräulichen Kindern reinigende und heilende Wirkung habe. Sogenannte „Wunderheiler“ empfehlen HIV-infizierten Männern sogar den Beischlaf mit einer minderjährigen Jungfrau. Für die Kinder hat das fatale Folgen. Gerade für sie, deren Immunsystem durch die Folgen der Armut oft geschwächt ist, besteht ein hohes Risiko einer Infektion mit dem Virus beim erzwungenen Geschlechtsverkehr mit Erwachsenen, da sie dabei häufig nicht nur seelisch, sondern auch körperlich schwer verletzt werden.

 

Mit der steigenden Nachfrage von Prostitution hat auch der Menschenhandel zugenommen. Kinder werden in die Grenzgebiete zu den Nachbarstaaten verschleppt, um dort z.B. Arbeitsmigranten als Prostituierte „zu bedienen“.

 

Namibia hat am 30. September 1990 die UN Konvention über die Rechte des Kindes ratifiziert und sich verpflichtet, Kinder vor allen Formen sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs zu schützen.


 

HIV/ Aids

Im Jahr 2007 waren nach Schätzungen von UNAIDS und der World Health Organization 200.000 Menschen in Namibia mit HIV infiziert, darunter 110.000 Frauen und 14.000 Kinder. Im selben Jahr starben 5.100 Namibier an den Folgen von HIV. Rund 9,5 Prozent der Gesamtbevölkerung (10,3 Prozent der 15 bis 49jährigen) ist mit HIV infiziert. Das südliche Afrika gilt als die Region mit den höchsten Prävalenzraten der Welt.


 

Kontakte vor Ort

 

UNICEF Namibia

P.O.Box 1706

Windhoek, Namibia

Phone: +264 61 204 6111

Fax: +264 61 204 6206

E-mail:

nmbregistry@unicef.org

LANDESKUNDE NAMIBIA

Staat und Gesellschaft

Namibia ist eine Präsidiale Republik.  ist der Präsident, seit 1990 Dr. Sam Nujoma (SWAPO). Die Legislative wird vom Zweikammerparlament, bestehend aus Nationalversammlung und Nationalrat, vertreten. Namibia hat am 21. März 1990 als letztes afrikanisches Land seine Unabhängigkeit erlangt. Staatsoberhaupt und Regierungschef ist seit 2005 Hifikepunye Pohamba aus der SWAPO, der damit nach vierzehn Jahren seinen Parteifreund Dr. Sam Nujoma ablöst.

 

Die Bevölkerung besteht zum größten Teil aus Bantuvölkern – die stärkste Gruppe sind die im Norden lebenden Ambo (Ovambo), daneben gibt es Herero, Tswana, Bergdama, Nama und San (Buschleute). 6,4 Prozent der Bevölkerung sind Weiße. Insgesamt leben in Namibia elf verschiedene ethnische Gruppen. Jede hat ihre eigene Geschichte und ihre eigene Kultur. Ein Drittel der Bevölkerung lebt in den Städten. Die von der namibischen Regierung befürwortete Politik unter dem Motto "One Namibia - One Nation" soll den Zusammenhalt der Gruppen stärken. 87 Prozent der Bevölkerung gehören dem Christentum an, der Rest bekennt sich zu Stammesreligionen.

 

In Namibia besteht eine allgemeine Schulpflicht bis zum 16. Lebensjahr. Spuren der Apartheid gilt es auch im Bildungswesen noch zu überwinden. Knappe Staatsfinanzen behindern jedoch die Reformen.

 

Die namibische Verfassung sieht die Gleichberechtigung von Frauen und Männern vor und verpflichtet die Regierung zu einer aktiven Gleichstellungspolitik. Demnach sind auch Eheleute nebeneinander gleichberechtigt. Dieses Gesetz ist nach einigem Widerstand im Parlament durchgesetzt worden und 1996 in Kraft getreten. 1997 wurde ein ausführliches Weißbuch zur "Gender Policy" verabschiedet.


 

Wirtschaft

Bedeutendster Wirtschaftszweig ist der Bergbau. Neben der Erzverhüttung spielt die Viehzucht sowie die Fisch- und Fleischverarbeitung eine wichtige Rolle.


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